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Warum KEINE Microsoft Office Produkte?

Diese Empfehlung mag kontrovers erscheinen, aber sie ist gut begründet:

1. Proprietäre Software

Microsoft Office ist:

  • Kostenpflichtig (in der Vollversion)
  • Nicht frei verfügbar
  • An ein Unternehmen gebunden
  • Nicht transparent (Closed Source)

Alternative Philosophie:

  • Open Source bevorzugen
  • Plattformunabhängige Lösungen
  • Transparenz und Kontrolle
  • Community-getrieben

2. Veraltetes Paradigma

Word, Excel, PowerPoint basieren auf einem veralteten Arbeitsmodell:

  • WYSIWYG (What You See Is What You Get)
  • Manuelle Formatierung
  • Binäre Dateiformate
  • Keine Versionskontrolle

Moderne Arbeitsweise:

  • Inhalt und Darstellung trennen
  • Automatisierung
  • Textbasierte Formate
  • Git-Integration

3. Vendor Lock-in vermeiden

Kinder an Microsoft zu gewöhnen bedeutet:

  • Abhängigkeit von einem Anbieter
  • Kostenpflichtige Software wird "normal"
  • Schwieriger Wechsel zu Alternativen später
  • Eingeschränkte Kreativität

4. Zukunftsorientierung

Die Arbeitswelt bewegt sich weg von Office:

  • Entwickler nutzen Markdown, nicht Word
  • Daten werden in JSON/YAML gespeichert, nicht Excel
  • Präsentationen werden mit Code erstellt (reveal.js, etc.)
  • Kollaboration passiert über Git, nicht per Email mit Anhängen

5. Kollaboration und Versionskontrolle - Der entscheidende Punkt

Das ist der wichtigste Grund gegen Word: Kollaboration im Internet ist essentiell für moderne Arbeit, und Word macht hier den schlechtesten Job aller Zeiten.

Das fundamentale Problem: Keine strukturierte Datenbasis

Word (.docx):

  • Binäres Format (ZIP-Archiv mit XML)
  • Nicht menschenlesbar
  • Keine Zeile-für-Zeile Änderungsverfolgung möglich
  • Git kann nur sagen: "Datei wurde geändert" - aber nicht WAS genau

Typst (.typ):

  • Reiner Text
  • Jede Zeile ist lesbar
  • Git kann exakt sagen: "Zeile 42 wurde von X nach Y geändert"
  • Strukturierte Versionskontrolle möglich